Frühjahrsmeeting

Am Freitag 17. Mai pünktlich um 8:45 Uhr trifft der Silbernagl Bus am Firmian Parkplatz mit den 6 Tyroler Skallegen, Huter, Meixner, Rindfleisch mit den respektiven Ehefrauen ein. Nach kurzer Begrüßung steigen wir dazu. Fahrer Joachim chauffiert uns zügig  und fahrplanmäßig bis Bassano del Grappa. Frau Anna Maria Rossi erwartet uns in der zentralen Piazza Cadorna um uns Bassano zu zeigen und erklären.

Nach der kurzen Kaffeepause trifft auch Präsident Morini zu uns auf dem Weg zur famosen „Alpini Brücke“ über die Brenta. Sogar Andrea Palladio hat diese Brücke 1569 restauriert und wiederum im Jahre 1748 abermals weggeschwemmt um dann 1751 von Bartolomeo Ferracina in der bis heute überlieferten Form zu erbauen. In der Stadt Bassano, Einwohnerzahl wie Meran, 40.000, sind immer wieder der palladianische Einfluss sichtbar. Die 4-5 ineinander verlaufende Plätze, Mercato, Garibaldi usw. sind sehr geschichtsträchtig. Archeologische Funde reichen ins 11. bis 9. Jahrhundert vor Christi, der Römer Patrizier „Bassianus“ ist der Namensgeber im 2.Jahrhundert vor Christi. Spuren hinterlassen haben die Ezzelini, Visconti, Longobarden und Franken bis im 1150 die Gründung samt Schloss und Ursprung des Ortskerns urkundlich aufscheint.

Durch die strategische Lage ist Bassano immer wieder zwischen den Herrschern von Vicenza, Padova und Verona hin und hergerissen, die Einnahmen von Zöllen und „Decima“ Steuern sind Anlass daß sich Bassano immer wieder versucht „selbstständig“ zu machen. Unter dem Doge Andrea Gritti und dessen Podestà Giovanni Simone Zorzi wird Bassano Teil der venezianischen Republik. Den Venezianern hat Bassano den Aufschwung von Handwerken und Erzeugung von Wolle, Textilien, Seide, Gerberei und

Goldschmieden bis hin zu Druckereien und Kunstmalerei zu verdanken. Nachdem Napoleon die Österreicher am 8.September 1796 besiegt folgt im nächsten Jahr der Übergang von den Venezianern an Österreich um dann im Jahr 1805 die Region Venetien an das Königreich Italien übergeben wird. In den 5 Jahrzenten von 1815 bis 1866 erlebt Bassano einen weiteren Aufschwung durch die Schenkung von Kaiser Franz I. vom Kloster S.Francesco als Krankenhaus der Reformierten, sowie das Schulwesen, die Bibliothek und die Gründung des Museums bis hin zu urbanistischen Instandhaltungsarbeiten der Strassen und Plätze. Im 1866 werden die Österreicher nochmals besiegt und General Medici zieht mit den italienischen Truppen ein. In den Folgejahren werden die Bahnlinien nach Padua, Vicenza, Verona, Venedig in Betrieb genommen, neue Trinkwasser Versorgung und eine neue Brücke über die Brenta gebaut. Der erste Weltkrieg hat verheerende Spuren und Schäden hinterlassen, Abwanderung, Gefallene und zerstörte Gebäude. Aber auch der Faschismus und der zweite Weltkrieg war nichts Besseres für Bassano, man denke nur an 500 Tote, 400 deportierte und jene 31 junge Partisanen welche als Märtyrer öffentlich gehängt wurden.

Industrie, Handel, Handwerksbetriebe und die urbanistische Erweiterung machen Bassano zu einem Treffpunkt inmitten der Alten venezianischen Provinzen mit seinem historischen und kulturellen breitgefächerten Angebot.

Das Spargel-Degustationsmenü beim „Al Bassanello“ hat allen sehr gemundet, Preis-Leistungsverhältnis beispielhaft. Wir konnten dann auch zeitig nach Valdobbiadene aufbrechen um in der ältesten, Jahr 1542, „Prosecco-Kellerei BISOL” die Spitzensorten und Geschichte über Weinbau und Gebiet im alten Kellergewölbe zu geniessen. Der Rückreise war dann dem Panorama, der Hügellandschaft und viel Gedankenaustausch unter den Mitreisenden im Bus gewidmet.

Die Tyroler Skallegen konnten wir pünktlich am Bahnhof Bozen zur Rückfahrt abgeben.

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